Panorama reiht sich an Panorama
Ronnys Bewertung

Kondition

Landschaft
Spätestens bei der Ankunft auf der Bergstation Leiterli der Gondelbahn Betelberg wird klar, wofür diese Tour steht: atemberaubende Panoramen. Abgesehen von wenigen Abschnitten reiht sich auf der gesamten Strecke ein Ausblick an den nächsten. An mehreren Stellen öffnen sich sogar eindrückliche 360-Grad-Rundblicke.
Die Landschaft zeigt sich dabei von zwei Seiten: Auf der einen Seite liegen die lieblichen Voralpen rund um das Simmen- und Lauenental, auf der anderen Seite dominieren die markanten Berner Alpen, die hier eindrücklich über 3’000 Meter in den Himmel ragen. Mit etwas Wetterglück zeigen sich zwischen den Gipfeln sogar einzelne Viertausender, die hinter den mächtigen Dreitausendern hervorlugen.
Die erste Etappe startet bei der Bergstation Leiterli auf 1’946 Metern über Meer, führt über den Stüblenipass auf 1’992 Metern und endet beim Tungelpass auf 2’084 Metern über Meer. Dazwischen gilt es rund 250 Höhenmeter Aufstieg und gut 100 Höhenmeter Abstieg zu bewältigen. Trotz dieses kurzen Auf und Abs darf dieser rund sechs Kilometer lange Abschnitt durchaus als Höhenweg bezeichnet werden. Zu Beginn verläuft der Weg rechts des Bergkamms mit Blick ins Voralpenland, später links davon mit eindrücklichen Fernsichten auf die Berner Alpen.
Neben den grandiosen Ausblicken führt die erste Etappe durch eines der faszinierendsten Karstgebiete der Schweiz. Besonders auffällig sind die bizarren Kraterlandschaften, die sogenannten Gryden. Diese bestehen nicht nur aus Kalk, sondern vorwiegend aus Gips und poröser Rauwacke. Regen- und Tauwasser formen daraus skurrile und beinahe surreal wirkende Landschaften.
Ab dem Tungelpass geht es bis zum Ende der Tour praktisch nur noch bergab. Die zweite Etappe führt in einem weiten Bogen entlang der Bergflanke über die Alp Stierentungel bis zur idyllischen Hochebene Chüetungel. Spätestens hier öffnet sich der Blick ins wilde Seitental, durch das sich der Tungelbach tosend seinen Weg ins Tal bahnt.
Die dritte und letzte Etappe ist zugleich die technisch anspruchsvollste. Zwar bleiben auch hier traumhafte Fernsichten ein stetiger Begleiter – gut sichtbar liegt nun der romantisch gelegene Lauenensee, für viele zurecht ein Sehnsuchtsort. Dennoch verlangt dieser Abschnitt höchste Aufmerksamkeit: Der Weg ist teilweise steil, schottrig und schlängelt sich stellenweise direkt entlang einer steilen Felswand. Oft ist der Pfad schmal, während der Hang daneben steil abfällt. Handlaufketten bieten zusätzliche Sicherheit. Dennoch empfiehlt es sich, diesen Abschnitt mit Kindern eher zu meiden. Ist die Felswand überwunden, wird die Landschaft wieder sanfter. Der Weg zieht sich durch Wälder, über Weiden und Felder bis zum Endziel der Tour bei Lauenen Rohrbrücke.
Die Nacht vor der Tour verbrachten wir in Lenk im Dreisternhotel „Kreuz“. Das Haus versprüht den Charme der 1980er-Jahre und hat vermutlich schon bessere Zeiten erlebt. Unser Zimmer war zwar funktional eingerichtet, jedoch tipptopp sauber und bot alles für eine erholsame Nacht. Von 80er-Jahre-Charme keine Spur mehr zeigte die kürzlich renovierte Nasszelle. Im Frühstücksraum holte uns dieser allerdings wieder ein. Dafür überzeugte das Frühstücksbuffet mit einer vielfältigen Auswahl – mehr als ausreichend für einen gelungenen Wandertag. Kurz gesagt: Das Hotel „Kreuz“ bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Anreise und Rückreise
Anreise: Mit der SBB oder der Südostbahn SOB bis Bern (BE). Ab Bern mit der Bern Lötschberg Simplon-Bahn BLS über Thun (BE) und Spiez (BE) bis Zweisimmen (BE). Ab Zweisimmen mit der Montreux Berner Oberland-Bahn MOB bis Lenk (BE). Anschliessend das Dorf zu Fuss, ca. 15 Minuten Wegzeit, bis zur Talstation der Gondelbahn Betelberg durchqueren. Als Alternative bietet sich für dieses Wegstück auch eine Busverbindung (Linie 282 in Richtung Iffigenalp) ab Bahnhof Lenk bis zur Haltestelle Lenk Krummenbach an. Ab der Haltestelle Krummenbach bis zur Talstation der Gondelbahn sind es zu Fuss weniger als drei Minuten.
Rückreise: Ab Lauenen Rohrbrücke (BE) mit dem Bus der Linie 181 bis Gstaad Bahnhof (BE). Weiterfahrt mit der Montreux Berner Oberland-Bahn MOB bis Zweisimmen. Ab Zweisimmen Rückreise wie Anreise.
Für Reisende aus der Westschweiz kann die Anreise nach Zweisimmen auch mit der Montreux Berner Oberland-Bahn MOB ab Montreux (VD) erfolgen. Diese Reise ist zeitlich etwas länger als jene über Bern, Thun und Spiez. Dafür landschaftlich äusserst reizvoll und abwechslungsreich. Dabei handelt es sich um die „GoldenPass-Express“-Route der Montreux Berner Oberland-Bahn MOB.
Nützliche Links für deine Reiseplanung:
Fahrplan SBB bzw. Fahrplan Postauto
Etappen
Bergstation Gondelbahn Betelberg Leiterli | 0 | 1’946 m.ü.M. | |
Tungelpass | 1 Std. 40 Minuten | 2’084 m.ü.M. | |
Chüetungel | 2 Std. 25 Minuten | 1’786 m.ü.M. | |
Lauenen Rohrbrücke | 4 Std. 30 Minuten | 1’236 m.ü.M. |
Verpflegungstipps
Hotel Restaurant Kreuz Lenk | Link zur Webseite |
Berghaus Betelberg Leiterli | Link zur Webseite |
Alpen-Imbiss Leiterli | Link zur Webseite |
Alphütte Stierentungel-Beizli (nur Sommer-Betrieb) | |
Hotel Restaurant Alpenland Lauenen Rohrbrücke | Link zur Webseite |
Übernachtungstipps
Hotel Restaurant Kreuz Lenk | Link zur Webseite |
Hotel Restaurant Alpenland Lauenen Rohrbrücke | Link zur Webseite |















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